Neue Sicherheits-Software für Internet-Telefonie: Hochschule Darmstadt und toplink präsentieren Prototyp gegen Hackerangriffe auf virtuelle Telefonanlagen
Neu entwickelte Echtzeit-Erkennungssoftware zum Schutz vor Datendiebstahl und Gebührenbetrug bei Internet-Telefonie / Erfolgreicher Testbetrieb des Prototyps / Marktreife Software für 2012 geplant
Darmstadt, 21. September 2011: Die Hochschule Darmstadt und der Kommunikationsdienstleister toplink geben heute die erfolgreiche Entwicklung einer Prototyp-Software zum Schutz von virtuellen Telefonanlagen vor Datendiebstahl und Gebührenbetrug bekannt. Unterstützt wird das Forschungsprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Center für Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Die Sicherheits-Software für Internet-Telefonie im Geschäftskundenumfeld läuft derzeit erfolgreich im Testbetrieb und wird demnächst in den Regelbetrieb übergeben. Ein einsatzfähiges Produkt soll in 2012 auf den Markt kommen. „Die Abwehrmechanismen der Software agieren auf der Gesprächsebene und kontrollieren die Gesprächsaufbauversuche und erfolgreich hergestellte Gespräche. Dadurch können Hackerangriffe in Echtzeit und nicht erst im Nachhinein erkannt werden“, erläutert Projektleiter Professor Dr. Michael Massoth vom Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt. Die Software analysiert vergleichbar mit einem Computervirenscanner anhand von heuristischen Algorithmen den Sprachverkehr und kann dadurch unterscheiden, ob die Verbindung von einem regulären Teilnehmer oder einem Hacker genutzt wird.
Der Anlass für das im November 2010 begonnene Forschungsprojekt im Rahmen der „Next Generation Telecommunication Factory“ (NextFactor) der Hochschule Darmstadt war die bundesweite Zunahme von ruinösem Gebührenbetrug bei Internet-Telefonie. Dabei verschaffen sich die Angreifer Zugang zu den Anschlüssen der Teilnehmer und nutzen diese für illegale Verbindungen, die sie mitunter an ahnungslose Kunden weiterverkaufen. „Als Spezialist für Business-Telefonie freuen wir uns sehr über die vielversprechenden Testergebnisse des Prototyps“, erklärt Dr. Günther Schreiner, CTO bei toplink. „IP-basierte Telefonie ist insbesondere für Unternehmen mit verteilten Standorten die Telefonie der Zukunft. Deshalb haben wir die Entwicklung einer innovativen Lösung zum Schutz vor Hackerangriffen von Anfang an unterstützt.“
Informationen zum Fachbereich Informatik der Hochschule Darmstadt finden Sie unter www.fbi.h-da.de.
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