Meister der Digitalisierung

Die unter 20-Jährigen kennen keine Welt ohne Internet. Doch obwohl die sogenannte Generation Z völlig selbstverständlich mit den digitalen Medien umgeht, schert sie sich nicht um IT (Informationstechnik).

Die Meister der Digitalisierung – Generation Z – ist bereit für den Arbeitsmarkt. Die Generation Z hat ganz neue Erwartungen an die Arbeitswelt.

Die Studie „Kinder und Jugend in der digitalen Welt“ des Digitalverbands Bitkom macht deutlich: Kinder sind in Deutschland immer früher, immer länger und meist sogar mit dem eigenen Smartphone im Netz unterwegs. So gehört das eigene Gerät bei den ab 12-Jährigen quasi zur Standardausstattung. Für die Studie wurden 926 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren befragt.

Zur Generation Z gehört, wer heute jünger ist als zwanzig Jahre. Die Ersten dieser Generation steigen gerade ins Arbeitsleben ein. Und schon jetzt zeigt sich, dass sie – anders als die Generation Y – nicht auf Sinnsuche und Karriere aus sind: Die Nachfolge-Generation der Generation Y will arbeiten, um Geld zu verdienen und in erster Linie genug Zeit fürs Privatleben haben.

Zu dieser Erkenntnis kommt der Universitätsprofessor Dr. Christian Scholz, der über die „Gen Z“ forscht. Arbeitgeber müssten radikal umdenken, warnt der österreichische Wirtschaftswissenschaftler und Arbeitsmarktexperte. Stichworte wie Homeoffice in Stellenangeboten, also die Vermischung von Arbeit und Freizeit, sind bei den Jugendlichen der Generation Z wenig gefragt. Auch “die leistungsorientierte Mentalität der Generation Y liegt ihnen fern”, so Scholz. Personaler, aber auch Hochschulen, seien gut beraten, ihre Recruiting-Strategien anzupassen. Die Zeit, in der Auszubildende von der Faszination einer interessanten IT angelockt wurden, ist laut Scholz vorbei. Die Generation Z nutze Smartphone und Tablet zwar ganz selbstverständlich, doch die Technologie, die dahintersteckt, interessiere sie nicht annähernd mehr so wie die IT-affine Vorgängergeneration Y.

Pioniere der Digitalisierung

Die erste Generation von Kindern und Jugendlichen, die den Übergang von “Analogien” nach “Digitalistan” mitbekommen haben, ist die zwischen 1980 und 2000 geborene Generation Y. Sie wurde sozialisiert, als die Digitalisierung unsere Gesellschaft erstmals spürbar erreichte. Auf einmal konnten wir im Internet shoppen gehen oder uns online mit Freunden vernetzen.

Heute entscheidet jeder selbst, welche Inhalte interessant sind und welche nicht. Content wird in Eigenregie kreiert und öffentlich über soziale Medien geteilt. Die „Gen Y“ zeigte uns, dass der Second Screen mit zum Fußballspiel gehört wie Bratwurst und Bier.

Aber wer nun glaubt, dass diese „Pioniere der Digitalisierung“ bereits eine große Herausforderung für die älteren Generationen darstellen, der hat sich noch nicht eingängig mit den „Meistern der Digitalisierung“ beschäftigt: der Generation Z. Und deren Mediennutzungsverhalten unterscheidet sich radikal von dem aller Vorgängergenerationen, wie eine aktuelle, repräsentative Studie der WHU - Otto Beisheim School of Management eindrucksvoll belegt.

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